Warum braucht die Großregion die Eisenbahn-Neubaustrecke Luxemburg-Saarbrücken?

 

PRO-Zuchstreck-LuxSaar

In Luxemburg fehlt eine Zugverbindung zwischen Luxemburg-Stadt und Saarbrücken. Auf den folgenden Seiten wird die Notwendigkeit des Projekts "PRO-Zuchstreck-LuxSaar" aufgezeigt und eine mögliche Trassenführung dargestellt.

Das luxemburgische Eisenbahnnetz besteht aus 275 km Zugstrecke. Dabei stellt die „Gare Centrale“ in Luxemburg-Stadt den zentralen Drehpunkt des Netzes dar, um den die einzelnen Eisenbahnstrecken sternförmig das luxemburg-ische Umland mit der Hauptstadt verbinden. Die längste Verbindung stellt dabei die Strecke nach Troisvierges mit 77 km dar, gefolgt von der Strecke nach Wasserbillig (37 km), die Strecke nach Kleinbettingen (20 km), Petingen (18 km) und die Strecke nach Bettembourg mit 12 km. In Bettembourg besteht neben der Anbindung des Nachbarlandes Frankreich eine weitere Strecke über Esch-sur-Alzette nach Petingen, welche eine Zuganbindung der Minette-Region zur Hauptstadt garantiert. Das schnellste Streckennetz in Luxembourg besteht moment-an zwischen der Hauptstadt und Kleinbettingen, auf der der Zug mit einer Durchschnitts-geschwindigkeit von 120 km/h verkehrt, um die belgischen Städte Arlon bis Brüssel anzufahren. Die Strecke nach Bettembourg wird neben nationalen Verbindungen haupt-sächlich vom TGV nach Paris genutzt, welcher in Frankreich mit Geschwindigkeiten über 300 km/h verkehrt und innerhalb von 2:10 Stunden sein Ziel erreicht.  Das   jetzige sternförmige Schienennetz um die Hauptstadt weist  dabei  im

 

Gutland eine entscheidende Lücke Richtung Osten auf. Die Verbindung nach Trier verläuft in östlicher Richtung bis Contern, wo sie nach Norden abzweigt, um die Ortschaft Wasserbillig anzufahren. Genau an diesem Knick der Streckenführung gilt es, das Streckennetz Richtung Osten zu erweitern und somit für ein flächendeckendes Schienennetz im luxemburgischen Gutland zu sorgen. Durch eine Neubaustrecke zwischen Contern und Merzig könnte zum einen der Remicher Kanton an das luxemburgische Schienennetz angebunden werden. Zum anderen würde eine neue Strecke nach Saarbrücken entstehen, welche ähnlich zur TGV-Anbindung des Landes für eine luxemburgische Anbindung an das deutsche Schnellfahrstreckennetz sorgen würde und somit die katastrophalen Zugverbindungen nach Deutschland um ein Vielfaches verbessern würde. Bis zum jetzigen Zeitpunkt setzt die Anfahrt eines deutschen Ziels immer eine Reise über Trier voraus. Für viele Reisen muss hier umgestiegen werden, um dann in südlicher Richtung die Stadt Saarbrücken anzufahren. Die Neubaustrecke würde dabei diesen zeitraubenden Umweg ersetzen und somit die Attraktivität der Zugverbindungen durch eine gezielte Reduktion der Fahrzeiten stark erhöhen.

Abbildung 1.1: Jetziges Schienennetz in Luxemburg und der Großregion mit dem entscheidenen Lückenschlüss zwischen Luxemburg-Stadt und Saarbrücken.
 

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